Décision 2021-01 du Gouverneur de la Banque de France relative aux collectes statistiques (BSI + MIR)

04.05.2021 Ausgabe 2021-01

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Zusammenfassung

Es handelt sich um eine Entscheidung (Décision 2021‑01) des Gouverneurs der Banque de France zur Erhebung und Kontrolle statistischer Informationen bei Kreditinstituten und anderen Finanzintermediären, die auf verschiedenen EU‑Verordnungen, EZB‑Rechtsakten und Bestimmungen des französischen Code monétaire et financier basiert. Die Entscheidung wurde am 21. April 2021 erlassen, tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Bulletin officiel der Banque de France in Kraft und gilt für statistische Meldungen ab dem 31. Januar 2022, wobei sie frühere Entscheidungen von 2009, 2010 und 2014 zur statistischen Berichterstattung ersetzt. Sie definiert den Kreis der meldepflichtigen „agents déclarants“ (u. a. Kreditinstitute, Finanzierungsunternehmen, Wertpapierfirmen, Zahlungs- und E‑Geld‑Institute, OPCVM/FIA, CDC, Filialen aus dem EWR) in Frankreich, den Überseegebieten und Monaco und ordnet ihnen spezifische statistische Berichtspflichten zu, die in Anhängen und zahlreichen „Notes techniques“ (z. B. zu Geld- und Zinsstatistiken, OPC‑Statistiken, Outwards‑FATS, PROTIDE, OTC‑Erhebungen, internationalen Engagements, Data Gaps) konkretisiert sind. Für die monatlichen und vierteljährlichen geld- und finanzstatistischen Meldungen (BSI/MIR‑ähnliche Berichte) werden detaillierte Tabellen mit RUBA‑Codes festgelegt, etwa M_SITMENS (RB.11.01), M_AGENTnR (RB.12.01), M_CLIENRE (RB.13.01), M_OPETITR (RB.16.01), M_INTENCO (RB.26.01), M_INTNOUA (RB.28.01), M_ELECTRO (RB.21.01), M_FLUDINT (RB.29.01), M_TITPRIM (RB.24.01), SITUATION (RB.02.01/02.04/02.05), CLIENT_RE/CLIENT_nR (RB.06.xx/RB.07.xx), VOLUM_EME (RB.34.01), CAPITAUXP (RB.38.01) und weitere Berichte zu Guichets, Outre‑mer‑Aktivitäten, Laufzeiten und Reserven. Die Entscheidung nennt zahlreiche Rechtsgrundlagen, darunter die EU‑Verordnungen 2532/98, 2533/98, 1606/2002, 184/2005, 716/2007, 924/2009, 549/2013, die EZB‑Regeln 2157/1999, 1745/2003, 1071/2013 (BCE/2013/33), 1072/2013 (BCE/2013/34), 1073/2013 (BCE/2013/38), 1075/2013 (BCE/2013/40) sowie die EZB‑Entscheidung 469/2010 (BCE/2010/10) und mehrere Artikel des Code monétaire et financier. Es werden Meldefrequenzen und Fristen präzise festgelegt (z. B. J+10, J+14, J+18, J+25, J+30, J+90, J+252/J+255 oder feste Termine wie „vor dem 31. Mai“), teils mit abweichenden Fristen und Schwellen für bestimmte Gruppen (z. B. zentrale Organe mit aggregierten Meldungen, E‑Geld‑Emittenten, Outre‑mer‑Filialen, Mindestschwellen von 10 bzw. 20 oder 30 Mio. Euro für bestimmte Tabellen). Die Übermittlung der Daten erfolgt über das Portal OneGate oder andere gesicherte Kanäle, ggf. unter Verwendung des Legal Entity Identifier (LEI), und die meldenden Institute müssen Ansprechpartner benennen, jährlich ein aktualisiertes Organigramm liefern sowie detaillierte Methodenerläuterungen und ggf. rückgerechnete Zeitreihen bereitstellen. Die Entscheidung definiert Mindeststandards in Bezug auf Übermittlung, Genauigkeit und konzeptionelle Kohärenz, beschreibt, wann Verstöße gegen diese Standards und „faute grave“ vorliegen, und stellt klar, dass bei Meldeverstößen die einschlägigen Sanktionsbefugnisse der EZB sowie Prüf- und Vor-Ort‑Kontrollrechte der Banque de France, IEDOM und IEOM Anwendung finden.