O1
Zusammenfassung
Anlage O1 ist ein Meldevordruck der Deutschen Bundesbank zur Monatlichen Bilanzstatistik für Forderungsverkäufe und ‑käufe, die keine Verbriefungstransaktionen betreffen. Die Fassung ist mit „(O1, Blatt 1/2) 12.2014“ datiert und gilt für meldepflichtige Banken (MFIs) mit monatlicher Meldepflicht, wobei Forderungstransaktionen im Berichtsmonat zu melden sind. Inhaltlich erfasst die Anlage O1 aggregierte Salden von Kreditverkäufen und ‑käufen nach Auswirkungen auf die Bilanz (Kennziffer 905), Art des Geschäftspartners (Kennziffer 906), Schuldnergruppen und Laufzeitbändern, jeweils in Tausend Euro. Es werden detaillierte Positionen für Buchforderungen und Wechselkredite nach inländischen und ausländischen Banken, Versicherungsunternehmen, sonstigen Finanzierungsinstitutionen, Unternehmen, Privatpersonen, Organisationen ohne Erwerbszweck sowie öffentlichen Haushalten ausgewiesen (z.B. Kennziffern 900, 110, 200, 300, 400, 500, 700, 860). Die definitorische Abgrenzung der Buchforderungen entspricht den Aktiva 061/071 bzw. 062/072 sowie der Laufzeitsystematik der Anlagen B1 und A1; Konsumentenkredite, Wohnungsbaukredite und sonstige Kredite werden gesondert ausgewiesen (z.B. Kennziffern 124–126, 421–423). Rechtlich und methodisch wird auf die Kennziffernbeschreibung in der Statistischen Sonderveröffentlichung 1 „Bankenstatistik Richtlinien“ verwiesen, und es gelten Konventionen zur Vorzeichenbehandlung (Kreditverkäufe positiv, Kreditkäufe negativ). Die beiden Blätter der Anlage O1 sind als eine Einheit zu behandeln, und für jede Kombination der Kennziffern 905 und 906 ist eine separate Anlage O1 einzureichen; Servicing‑Transaktionen ohne Rolle als Originator oder Käufer sind hingegen ausschließlich auf Anlage Q1 zu melden. Im Vergleich zu anderen Meldeteilen wird für bestimmte Kennziffern Leerpositionen ausgewiesen, und es sind besondere „darunter“-Positionen für Verbriefungszweckgesellschaften, öffentliche Haushalte und wirtschaftlich selbständige Privatpersonen vorgesehen.